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Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst dient dem Ziel

 

Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst dient dem Ziel, die zukünftigen Gymnasiallehrer zu befähigen, ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrer an Gymnasien verantwortlich und erfolgreich erfüllen zu können. Aufbauend auf den fachwissenschaftlichen Kenntnissen, Einsichten und Fertigkeiten, die während des Studiums an einer Universität erworben wurden, sowie den dort erworbenen Grundlagenkenntnissen in Pädagogik und Psychologie soll der Vorbereitungsdienst eine berufsbezogene und vertiefende Einführung in den Erziehungs- und Bildungsauftrag des Gymnasiums im Freistaat Sachsen leisten. Es werden die erforderlichen pädagogischen, psychologischen, didaktischen und methodischen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Damit rückt die eigene schulpraktische Tätigkeit mit ihrer erzieherischen Dimension in den Mittelpunkt der Ausbildung.

Die Fachsitzungen in Pädagogik, Pädagogischer Psychologie sowie Schul-, Dienst- und Beamtenrecht haben die Aufgabe, in die allgemeinen wissenschaftlichen Grundlagen der Berufspraxis einzuführen, an ausgewählten Themen spezifische erziehungs- und schulrelevante Kenntnisse zu vermitteln und Methoden einzuüben und durch Erörterung überfachlicher Problemkreise die fachdidaktischen Übungen zu ergänzen. Alle Fachsitzungen sind so angelegt, dass sie neben der Einführung in das jeweilige spezielle Gebiet zugleich grundlegende Fragen zu Erziehung und Unterricht ansprechen.

Die Fachsitzungen in Didaktik der Ausbildungsfächer geben die Möglichkeit, die Inhalte, Aufgaben und Ziele des jeweiligen Fachs zu erörtern, die Brauchbarkeit verschiedener Lehrverfahren und Unterrichtsmittel (Medien) zu untersuchen und praktisch zu erproben. Hierbei kommt auch der Einführung und Einübung in die Möglichkeiten der modernen Unterrichtstechnologie wachsende Bedeutung zu. Die eigenen Unterrichtserfahrungen werden in den Fachsitzungen berücksichtigt. Die Themen stehen in engem Zusammenhang mit der Fachwissenschaft. Sie orientieren sich nicht nur an dem im Einzelfach erreichten Stand der didaktischen und methodischen Diskussion. Anregungen aus den Nachbarfächern und aus der allgemeinen Unterrichtstheorie sowie aus der pädagogischen Psychologie und Soziologie werden aufgenommen und auf ihre Anwendbarkeit im speziellen Fachzusammenhang geprüft.

Daneben sollte auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, in allen Klassenstufen zu unterrichten bzw. zu hospitieren sowie in anderen Schularten zu hospitieren. Außerdem muss in dieser Phase abgesichert werden, die Aufgaben eines Klassenlehrers kennenzulernen (z. B. Teilnahme an Konferenzen, Mitwirkung bei der Gestaltung von Schulveranstaltungen, Exkursionen, die pädagogischen Aufgaben des Klassenlehrers, Führung von Karteien, Teilnahme an Klassenelternversammlungen). Dabei geht es insbesondere um den Erwerb von Grundfertigkeiten im erzieherischen und methodisch-didaktischen Bereich. Es sollen u. a. ein Unterrichtsthema über mehrere Stunden gestaltet und der zeitliche Rhythmus eines ganzen Schultages erfahren werden. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Gymnasiums ist Pflicht, sofern nicht Veranstaltungen des Seminars in dieser Zeit stattfinden.

 

13.12.17 13:44


Konzeption

 

Aufgrund des rapiden Wissenszuwaches und der Beschleunigung des gesellschaftlichen Wandels kann ein Hochschulstudium heutzutage nicht mehr für einen singulären und lebenslang ausgeübten Beruf vorbilden; es muß vielmehr zu Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern befähigen, in denen man sich im Lauf seines Lebens bewegt, zumal die rasante Wissensvermehrung es immer weniger ermöglicht, in die Ausbildung die gesamte Wissensbreite eines Faches aufzunehmen. Infolgedessen "muß das Studium vor allem wissenschaftliche Grundlagen- und Methodenkenntnis vermitteln und dadurch weiterbildungsfähige Absolventen hervorbringen". Der Wissenschaftsrat und viele andere Gremien in Deutschland äußerten sich in den letzten Jahren in ähnlichem Sinne wie der Bundespräsident.

Zu den Hauptaufgaben lebensbegleitenden Lernens gehört im Zeitalter der Internationalisierung unserer Kontakte bei gegenläufigem Bedürfnis der Menschen nach kultureller Vergewisserung die Verbesserung unserer interkulturellen Kompetenz. Das Verhältnis von Eigenem und Fremden steht neu zur Debatte. Der Bedarf an Kultur- und Fremdheitswissen einschließlich der Grundkenntnisse über die Schwierigkeiten interkultureller Kommunikation ist vor allem in jenen wachsenden Arbeitsbereichen groß, in denen die Menschen täglich mit vielschichtigen Fremdheitsfragen konfrontiert sind. Für diese Menschen wird die Befähigung zur erfolgreichen interkulturellen Kommunikation immer mehr zu einer Art "intellektueller Grundausstattung" werden, die auch unter Gesichtspunkten der Innovation unverzichtbar ist, weil sie die Fähigkeit zum Wechsel angestammter Blickrichtungen einschließt. Ähnlich wie die interkulturelle Germanistik (Das Fremde und das Eigene, 1985) und in den letzten Jahren auch die interkulturelle Philosophie oder die interkulturelle Wirtschaftskommunikation betont der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung (1996): "Die Welt auch mit den Augen der anderen zu sehen und ihre Perspektiven in das eigene Denken einzubeziehen, erscheint mir als der sicherste Weg, um gemeinsame Lösungen zu finden für die Zukunftsprobleme der Weltgesellschaft des kommenden Jahrhunderts".

Neuorientierungen grundständiger Studiengänge und der Aufbau von Programmen wissenschaftlicher Weiterbildung müssen mithin Hand in Hand gehen. Doch infolge der angeführten Wissensvermehrung sowie der finanziellen und strukturellen Überlastung der Bildungsbereiche ist nicht erkennbar, daß in der gegenwärtigen Situation von den deutschen Universitäten und Hochschulen geeignete Konzepte und Programme im Rahmen ihrer Lehr- und Forschungsaufgaben zusätzlich und in hinreichendem Umfang entwickelt werden könnten. Diese Aufgabe muß folglich zu erheblichen Teilen in den Bereich kooperativer Weiterbildung verlagert werden, der seinerseits privatrechtlich organisiert werden sollte, wie es die Hochschulrektorenkonferenz empfiehlt.

Die Akademie ist am 6. Mai 1996 auf Initiative der Bayreuther Interkulturellen Germanistik als gemeinnütziger Verein mit Sitz im Wissenschaftszentrum Schloß Thurnau ins Leben gerufen worden. An der Gründungsversammlung nahmen der frühere Präsident der Universität Bayreuth, Dr. Dr. h.c. Klaus Dieter Wolff, der Gründungs- und Ehrenpräsident der Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik, Prof. Dr. Alois Wierlacher (Bayreuth), der Linguist und Vorstand des Instituts für Deutsch als Fremdsprache der Universität München, Prof. Dr. Konrad Ehlich, der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Peter Oberender (Bayreuth), der Germanist, Japanologe und Ehrensenator der Universität München, Prof. Hikaru Tsuji (Tokyo/München), der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Greiner (Tübingen), der damalige Kulmbacher Landrat Herbert Hofmann und der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Yong Liang (Shanghai/Bayreuth) teil. Zu den Gründungsmitgliedern im weiteren Sinne gehören der Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Alexander Thomas (Regensburg), die Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Michael Böhler (Zürich), Prof. Dr. Jörg Schönert (Hamburg) und Prof. Dr. Horst Steinmetz (Leiden), der Soziologe Prof. Dr. Joachim Matthes (Erlangen/Singapur), der Philosoph Prof. Dr. Elmar Holenstein (Zürich) und der Fachvertreter für interkulturelle Wirtschaftskommunikation, Prof. Dr. Jürgen Bolten (Jena). Zu seinen Gründungsvorsitzenden wählte der Vorstand Klaus Dieter Wolff und Alois Wierlacher. Am 30. Januar 1998 wurden dieser zum Vorsitzenden und der Wirtschaftsgeograph Prof. Dr. Jörg Maier (Bayreuth) zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Akademie gewählt.

Es geht um die Interdependenz des 'Eigenen und Fremden', um wechselseitige Erkenntnisgewinnung und um unsere Fähigkeit zum interkulturellen Dialog, der unseren Alltag einschließt und den Erwerb von Wissen über die eigene und andere Kulturen erfordert: "Eine tragfähige Zusammenarbeit von Partnern ganz unterschiedlicher Traditionen, Sprachen, Kulturen und Mentalitäten verlangt daher vor allem ein 'Kulturwissen', das dazu befähigt, sich in andere Denkweisen und Argumente und die hinter ihnen stehenden historischen, politischen und kulturellen Bezüge der Partner hineinzudenken, Umgangsformen, Verhaltensweisen und Konventionen zu verstehen und zu berücksichtigen, und zwar bis in das Alltagsverhalten und die Alltagskommunikation hinein".

Im Sinne dieser Annahmen, die Erkenntnisse der neueren Lerntheorie und langjährige Fortbildungserfahrungen der Chemie und Medizin aufgreifen, versteht die Akademie unter 'Fortbildung' die fachbezogene Wissensvertiefung, unter 'Weiterbildung' die Ergänzung des Fachwissens um fachübergreifendes Sach- und Handlungswissen (Schlüsselqualifikationen). Im Sinne des Prinzips der Interkulturalität begreift sie 'Weiterbildung' nicht nur als Wissenstransfer aus Expertensicht, sondern als reziproken Prozeß aller Beteiligten. Die Arbeit in der Akademie selbst wird darum als interkulturelles Handlungsfeld verstanden und in die Reflexion einbezogen.

Ihren besonderen Zweck sieht die Akademie in der Erfüllung praxisorientierter Aufgaben der internationalen Kulturvermittlung im Bereich interkultureller Forschungen zu den deutschsprachigen Ländern. Die Bundesrepublik Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe ihrer Mittlerorganisationen ein umfangreiches, fachdidaktisch orientiertes Fortbildungsprogramm für ausländische Deutschlehrer aufgebaut, doch ein Angebot der kultur- und fachwissenschaftlichen Weiterbildung der Ausbilder der Ausbilder gibt es bisher nicht. Diese Lücke will die Akademie für interkulturelle Studien durch die Einrichtung entsprechend ausgerichteter Weiterbildungs-Seminare für ausländische Hochschullehrer deutschlandwissenschaftlicher Fächer schließen ('Akademie-Monate').

Die Akademie ist als Organisationseinheit eines Netzwerks wissenschaftlicher Weiterbildung gedacht. Die Akademie bereitet Kooperationsverträge zunächst mit den drei bayerischen Hochschulen Bayreuth, München und Regensburg vor. Dieser Zielsetzung widerspricht nicht die praktische Notwendigkeit, einer der kooperierenden Universitäten als prima inter pares die Federführung in der Partnerschaft mit der Akademie zu übertragen. Da der Initiator der Akademie in Bayreuth arbeitet, lag es nahe, diese Aufgabe seiner Universität anzutragen; sie hat das Angebot angenommen.

 

13.12.17 13:42


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