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I. Frühe Förderung in Kindertageseinrichtungen und in der Grundschule Wie im Ausland sollen auch in Deutschland künftig Kindertageseinrichtungen frühkindliche Bildung stärker fördern und kindgerecht auf das weitere Lernen in der Grundschule vorbereiten. Dazu muss die Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher verbessert und aufgewertet werden. Angesichts der neuen Bedeutung für die Förderung früher Bildungsprozesse schlägt das Forum Bildung vor, bei Kindertageseinrichtungen Gebührenfreiheit zu prüfen. Das Lernen in der Grundschule soll umfassend reformiert werden. Dies soll späterem Schulversagen vorbeugen und Leistungsbereitschaft wecken: Mehr Augenmerk auf die Vermittlung der Grundlagen in Lesen, Schreiben und Rechnen und beim Erwerb der deutschen Sprache gilt als Voraussetzung für wirksame und präventive Bildungsarbeit. Vorbeugen ist besser als Nachbessern: Unzureichende Förderung in der Grundschule kann später nur beschränkt nachgeholt werden. Dabei soll die Neugier von Kindern bei naturwissenschaftlichen und technischen Fragen gefördert und genutzt werden. Bereits im Kindergarten und in der Grundschule sollen die Kinder einen altersgemäßen Fremdsprachenunterricht erhalten. Das rechtzeitige Finden und Fördern von Begabungen wie auch ein stärkeres Eingehen auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und das soziale Umfeld der Kinder sollen zum Bildungsauftrag der Grundschule gehören. Deutschland investiert erheblich weniger in die entscheidenden ersten Bildungsjahre als vergleichbare Staaten wie Österreich, die skandinavischen Länder, die Schweiz und die USA. Eine Überprüfung der Prioritäten bei den Bildungsinvestitionen sei notwendig. Hauptadressaten: Kommunen, freie Träger, Länder und Bund II. Individuelle Förderung auf dem Weg zu mehr Ganztagsschulen Der Ganztagsschule schreibt das Forum Bildung bei der individuellen Förderung der jungen Menschen, beim Finden und Fördern von Begabungen wie auch beim rechtzeitigen Abbau von Benachteiligungen eine besondere Bedeutung zu. Sie spielt bisher in Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland nur eine nachgeordnete Rolle, obwohl sie nach Auffassung des Forums Bildung zumindest für jüngere Kinder bessere Bedingungen für eine individuelle Förderung bietet. Ganztagsangebote in allen Schulformen und in zumutbarer Entfernung für alle Kinder müssen ein klares pädagogisches Konzept bekommen und mehr sein als nur Schulen mit Nachmittagsunterricht oder -betreuung. Sie benötigen zusätzlich zu den Lehrern kompetentes Personal zur Förderung von Kreativität sowie zur Gestaltung praktischer und sozialer Arbeit außerhalb des Unterrichts. Ganztagsschulen sollen darüber hinaus für Mütter wie Väter eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Hauptadressaten: Länder und Kommunen III. Lernen, ein Leben lang Der neue Stellenwert der Weiterbildung oder: Bereits im Kindergarten Lernen lernen Lebenslanges Lernen setzt Verantwortung, Motivation und eine bessere Verzahnung und Abstimmung der einzelnen Bildungsbereiche voraus. Lernkompetenz, das Lernen des Lernens, soll vom Kindergarten an in allen Phasen von Bildung und Qualifizierung in den Mittelpunkt rücken. Neue Konzepte der Weiterbildung, eine Modularisierung von Bildungsphasen und –inhalten, neue Formen der Anerkennung (Zertifizierung - bis hin zum Qualifi-zierungspass als persönliches Dokument) sollen auch ältere Arbeitnehmer miteinbeziehen. Die wissenschaftliche Weiterbildung soll an den Hochschulen neben Lehre und Forschung als dritte Pflichtaufgabe verstärkt wahrgenommen werden. Hauptadressaten: Bund, Länder, Träger von Bildungseinrichtungen und Kommunen IV. Lernen, Verantwortung zu übernehmen Orientierung und Werte statt reiner Wissensvermittlung Mit der Konzentration des Lehrens und Lernens auf Kenntnisvermittlung kommen oft demokratisches Handeln und Wertevermittlung in Schule, Berufsausbildung und an der Hochschule zu kurz. In einer vom Wandel geprägten Gesellschaft sind nach Auffassung des Forums Bildung das frühzeitige Erfahren und Reflektieren von Werten und die Entwicklung eigener Werthaltungen entscheidend für die Fähigkeit, sich zu orientieren. Dabei geht es um ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung. Dazu soll nicht nur der Unterricht beitragen, sondern das gesamte Lernumfeld: Die Schulkultur, Formen der Mit- und Selbstverwaltung und die Chance, Verantwortung zu übernehmen. Dabei sollen auch mit Blick auf das spätere Engagement am Arbeitsplatz wie in der Gesellschaft Schlüssel-qualifikationen wie Teamfähigkeit und soziales Handeln vermittelt werden. Hauptadressaten: Länder, Kommunen und Bund V. Die Lehrenden: Schlüssel für die Bildungsreform Mehr Wertschätzung für den Pädagogen-Beruf Erziehern, Lehrern, Hochschullehrern und Weiterbildern wird eine Schlüsselrolle für die Bildungsreform zugeschrieben. Ihre Motivation und Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch ihre materiellen und personellen Rahmenbedingungen in den Bildungseinrichtungen müssen unterstützt werden. In der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden ist das fachwissen-schaftliche Studium stärker mit der pädagogischen und didaktischen Ausbildung zu verzahnen, auch mittels schulpraktischer Erfahrung. Weiterbildung ist stärker als Instrument der Personalentwicklung einzusetzen. Die gesellschaftliche Wertschätzung der Lehrenden hat nach Auffassung des Forums Bildung großen Einfluss auf die Motivation der Beschäftigten und auf die Gewinnung von Nachwuchspädagogen. Hauptadressat: Länder VI. Gleiche Teilhabe von Frauen und Männern als durchgängiges Leitprinzip Bildung soll helfen, überholte Rollenorientierung zu überwinden Obwohl Mädchen heute erfolgreicher in der Schule sind als Jungen, schlägt sich dies noch nicht in zukunftsorientierten Ausbildungsberufen und Berufskarrieren nieder. Die Berufs- und Studienwahl der jungen Frauen ist immer noch auf klassische Disziplinen eingeengt. Vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Traditionelle Rollenorientierungen werden in Kindergarten und Schule, aber auch in der Berufsausbildung und an Hochschulen noch oft unbewusst weitergegeben. Koedukation soll verstärkt dafür genutzt werden, dass Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen. Durchgängiges Leitprinzip der Bildungsreformen soll es sein, klassische Rollenfixierung abzubauen und zur gleichen Teilhabe der Geschlechter beizutragen. Dazu schlägt das Forum Bildung unter anderem vor:

Hauptadressaten: Länder, Bund und Sozialpartner VII. Kompetenzen für die Zukunft: Solides Fachwissen und fachübergreifende Kompetenzen Noch mehr Fachkräfte: Höhere Bildungsbeteiligung und mehr Durchlässigkeit Deutschland braucht noch mehr gut qualifizierte Fachkräfte. Das Forum Bildung hält es für notwendig, die Bildungsbeteiligung zu verbessern. Frühen Weichenstellungen durch das gegliederte Schulsystem ist durch integrative Systeme und in viel stärkerem Maße als bisher durch flexible Übergänge zwischen den Schulformen zu begegnen. Eine stärkere Durchlässigkeit zwischen Berufsausbildung und Hochschulen, berufsintegrierende Stu-diengänge und die Anerkennung beruflicher Leistungen von Nicht-Abiturienten bei der Zulassung zur Hochschule sind wesentliche Forderungen. Hochschulausbildung ist stärker mit betrieblicher und schulischer Berufsausbildung zu verzahnen. Die Quote der Hochschulabsolventen in Deutschland liegt mit 16 Prozent eines Altersjahrgangs erheblich unter dem Durchschnitt aller OECD-Länder mit 23 Prozent. Zehn Prozent Universitätsabsolventen und sechs Prozent Fachhochschulabsolventen reichen angesichts des Geburtenrückgangs nicht mehr aus, um die aus dem Berufsleben ausscheidenden Arbeitnehmer mit Hochschulausbildung zu ersetzen. Das Forum Bildung stellt dazu fest: Die Deckung des zusätzlichen Bedarfs an Hochschulabsolventen, insbesondere in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen, wird zunehmend zu einer Zukunftsfrage für Gesellschaft und Wirtschaft. Dazu muss auch der Stellenwert von Mathematik und Naturwissenschaften an den Schulen erhöht werden. Die Fächer müssen wesentlich problem- und praxisorientierter als bisher unterrichtet werden. Auch angesichts dieser Situation ist es dringend erforderlich, dass insbesondere die Universitäten ihre Erfolgsquoten steigern und Abbruchquoten in Fächern wie Germanistik (80 Prozent), Mathematik (70 Prozent), Informatik (60 Prozent), Elektrotechnik und Physik (50 Prozent) und Maschinenbau (40 Prozent) senken. Selbst wenn bei diesen Zahlen auch Fachwechsel zu Beginn des Studiums mitgezählt werden, sind nach Auffassung des Forums Bildung gezielte Verbesserungen bei der Studentenbetreuung und eine stärkere Verantwortung der Lehrenden notwendig. Hauptadressaten: Länder, Bund, und Sozialpartner VIII. Chancen der neuen Medien nutzen Der Internet-Anschluss in jedem Klassenzimmer Das Forum Bildung empfiehlt die Vermittlung des Umgangs mit neuen Medien als neue Kulturtechnik in allen Bildungsbereichen, und zwar stufenweise in altersgemäßer Form von Kindertageseinrichtung und Grundschule an. Kurzfristig sollten Computer-Zugänge mit Internetanbindung in jedem Klassenraum für das individuelle Lernen und den offenen Un-terricht zur Verfügung stehen. Das Forum Bildung empfiehlt gleichzeitig eine Aus- und Weiterbildungsoffensive "Neue Medien" für das in der Bildung tätige Personal. Hauptadressaten: Länder, Bund und Sozialpartner IX. Ausgrenzung vermeiden und abbauen Auch nach dem Schul- oder Lehrabbruch eine neue Chance Die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss und ohne anerkannte Berufsausbildung muss dringend gesenkt werden. Neun Prozent der Schulabgänger erreichten 1998 keinen Schulabschluss. 15 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen blieb ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Wer keinen Abschluss hat, muss eine neue Qualifizierungschance erhalten, fordert das Forum Bildung. Denn die Beschäftigungsmöglichkeiten für Un- und Angelernte gehen weiter drastisch zurück. Für die Schulen empfiehlt das Forum Bildung die Entwicklung von neuen Konzepten zur Vermeidung von Schulverweigerung und den Ausbau der Schulsozialarbeit. Jugendliche, die besonderer Unterstützung bedürfen, sollen begleitende Hilfen beim Übergang in die Beschäftigung erhalten. Wer keinen qualifizierten Abschluss hat, ist bisher auch bei der Weiterbildung unterrepräsentiert. Das Forum Bildung fordert daher: Lebenslanges Lernen muss auch für Personen möglich werden, die bisher zu wenig an Weiterbildung teilnehmen. Dazu sollen spezielle Angebote und mehr Werbung gemacht werden. Hauptadressaten: Länder, Bund und Sozialpartner X. Bildung und Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten Das Bildungspotenzial der jungen Ausländer erschließen Knapp jeder fünfte junge Ausländer (19,5 Prozent) verließ 1998 die Schule ohne Abschluss. Nur 8,7 Prozent erreichen das Abitur. 39,6 Prozent der ausländischen jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren haben keinen Berufsabschluss. Das Forum Bildung stellt fest: Das Bildungswesen erfüllt den Auftrag der Förderung und Integration von Migrantinnen und Migranten noch immer nicht hinreichend. Plädiert wird vor diesem Hintergrund für zielgenaue Analysen und Hilfen vor Ort und die Einbeziehung von Schulen und Ausbildungsstellen. Erforderlich ist in allen Fächern eine stärkere Konzentration auf das Erlernen der deutschen Sprache, deren Beherrschung entscheidend für den späteren Bildungserfolg ist. In den Schulen sollen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität als Bereicherung begriffen werden. Hauptadressaten: Länder, Bund und Kommunen XI. Lernorte öffnen und verknüpfen Das "Haus des Lernens" und seine Öffnung zur Nachbarschaft Alle Bildungseinrichtungen - von der Kindertageseinrichtung bis hin zur Berufsausbildungsstätte - sollen als "Häuser des Lernens" die Lebenswirklichkeit ihrer Nachbarschaft einbeziehen. Dazu gehört die Gewinnung von Eltern zur Mitwirkung in Kindertageseinrichtungen und Schulen, aber auch die Kooperation von Schulen und Hochschulen mit der Wirtschaft. In regionalen Netzwerken sollen die Anbieter und Nachfrager von Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie die Verantwortlichen für Arbeitsmarkt und Sozialpolitik zu-sammenwirken. Hauptadressaten: Länder, Kommunen, Sozialpartner, Träger von Bildungseinrichtungen XII. Mehr Eigenverantwortung für Bildungseinrichtungen, Lernen aus Evaluationen Beratung statt staatlicher Bevormundung Die Bildungseinrichtungen sollen mehr Eigenverantwortung übernehmen. Dazu gehören Bereitschaft zur Rechenschaftslegung sowie interne wie externe Qualitätskontrollen der Arbeit. Das Lernen aus solchen Evaluationen muss für alle Einrichtungen - von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule - zu einer Selbstverständlichkeit werden. Damit sich die Bildungseinrichtungen nicht qualitativ auseinander entwickeln, soll eine neuorganisierte staatliche Aufsicht mehr beratend und unterstützend zur Seite stehen. Die Leiter von Bildungseinrichtungen müssen Managementkompetenzen haben. Spezielle und kontinuierliche Weiterbildung sollte zur Pflicht werden. Hauptadressaten: Länder, Bildungseinrichtungen und Bund

7.12.17 14:49
 


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